CAMPUS HANDWERK

DRESDEN „njumii“

NEUBAU-ERÖFFNUNG
09.07.2021

Bauherr
Handwerkskammer Dresden

Architekt
Architekturbüro Michael Auerbacher, Burghausen

Plaungs- und Ausführungszeitraum
2012-2021

Leistungsphasen nach HOAI
1-9

Gesamtkosten Bau / TGA
34.700.000 Euro / 10.600.000 Euro

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In njumii – im Bildungszentrum des Handwerks lernen u. a. Metallbauer, Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker, Klempner und Landmaschinenmechaniker. Auszubildende aus Ostsachsen erhalten hier ihre überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, angehende Handwerksmeister lernen für ihren Meisterabschluss und zahlreiche weitere Handwerker besuchen Fortbildungskurse.

Das neue Bildungszentrum bietet auf mehr als 7.300 Quadratmetern Nutzfläche u. a. Werkstätten für die Lehrbereiche Metall- und Gebäudetechnik sowie die Schweißtechnik. Die Ausbildung erfolgt in den Bereichen Schmiede, Drehen, Fräsen, Elektro, Blech, Steuerungstechnik, Wasser, Wärme, Erneuerbare Energien sowie in modernen Rohrbank- und CNC-Werkstätten. Es stehen 176 Werkstattplätze für praktischen Unterricht sowie 100 Plätze in den Unterrichts- und Seminarräumen für die Vermittlung theoretischer Kenntnisse zur Verfügung. Außerdem entstanden ein Demonstrationsbereich des Energie Effizienz-Zentrums für Gebäude sowie ein Veranstaltungszentrum.

Planung und Projektbetreuung durch Duschl Ingenieure und IPT Ingplan Technik der Anlagengruppen Sanitär, Heizung, Lüftung, Elektro, Fördertechnik, Nutzungsspezifische Anlagen und Gebäudeleittechnik über alle Leistungphasen 1-9.

Die Herausforderung war der Neubau einer Handwerkskammer mit Werkstätten für Aus- und Weiterbildung, Verwaltungsbereich und Konferenzzentrum. Die Gesamtgröße umfasst ca. 10.600 qm. Hohe technische Anforderungen stellten die Fachkabinette dar.

Sehen Sie sich hier die 3D Rundgänge, das Video von Eröffnung und das Bau-Zeitraffer-Video an:

Sanitär:

  • Edelstahl-Trinkwassernetz mit Sicherheitseinrichtungen für Laboreinrichtungen und betriebstechnische Anschlüsse
  • Warmwasserbereitung mittels Frischwasserstation
  • Sanitäre Einrichtungen für Toiletten, Waschräume usw.
  • Schmutzwasser-Hausinstallation für sanitäre Anlagen und betriebliche Anlagen, Hebeanlagen, Grundleitungen

Heizung:

  • Wärmeerzeugung mit einem 470 kW Gas-Brennwertkessel und einem 270 kW Pelletkessel mit 120m -Pelletlagerraum
  • Wärme Wärmeübergabe mit Deckenstrahlplatten in Werkstätten, Fußbodenheizung in Büro- und WC-Bereichen, sowie Gliederradiatoren in Nebenräumen und Verkehrsflächen
  • Spezial-Abgasabsaugungen für Ausbildung an acht Thermen, sieben Kesseln und zwei Schmiedefeuern

Lüftung:

  • 9 Lüftungs- und zwei Teilklimaanlagen zur Versorgung von Werkstätten, Unterrichtsräumen, WC-Bereichen und Büroräumen
  • Kälteerzeugung mittels Kaltwassersatz und Kaltwasser-Umluftkühlern in Elektroräumen, sowie einer Serverraumkühlung mit Doppelboden

Prozesslüftung:

  • Prozessluftabsaugung für ca. 40 Schweißkabinen, 12 Schleifarbeitsplätze, sechs Schneidtische mit Patronenfilteranlage und Wärmerückgewinnung
  • Geringe Betriebskosten durch pneumatische Absperrschieber der Schweißarme, welche nur bei Bedarf öffnen und die Druckregelung der Prozessabluftanlage regelt den Volumenstrom nach
  • Sonderabsauganlage für Kunststofftechnik
  • 3 Weichlötrauchfilteranlagen für ca. 40 Arbeitsplätze
  • 4 Sonderabsauganlagen für Digestorium, Mischtische, Kunststoffzuschnitt

Elektro:

  • Kundeneigene Mittelspannungsstation im Gebäude integriert mit Anbindung an das öffentliche 20KV-Netz
  • 2 Gießharztransformatoren mit je 1250kVA
  • Niederspannungshauptverteilung für bis zu 4000A sowie einer Kompensationsanlage mit 250kvar
  • Sicherheitsbeleuchtung über Zentralbatterieanlage mit 357 Ah und 9 Unterstationen
  • Allgemeinbeleuchtung im Innen- und Au enbereich, teilweise über KNX-gesteuert
  • Spezielle Steuerung zur automatischen Regelung der Prozessluft für die Schweißarbeitsplätze

RWA-Anlagen:

  • Rufanlage für Behinderten-WC
  • Türsprech- und Türöffneranlagen
  • Brandmeldeanlage mit Handmeldern und akustischer bzw. optischer Alarmierung
  • BOS-Gebäudefunkanlage in DMO Technik für das gesamte Gebäude
  • Telefonanlage mit Anbindung an den Bestand
  • Komplettes Datennetz inkl. aktiver Netzwerkkomponenten

Sonnenschutz und Verdunkelungsanlagen

Fördertechnik:

  • 3 Personenaufzüge zur behinderten gerechten Erschließung des Bildungszentrums
  • Personenaufzug Werkstatt mit 630 kg Tragfähigkeit mit 2 Haltestellen als maschinenraumloser Seilaufzug
  • Personenaufzug Magistrale (Verwaltung) mit 1275 kg Tragfähigkeit mit 4 Haltestellen als maschinenraumloser Seilaufzug
  • Personenaufzug Konferenzbereich mit 1275 kg Tragfähigkeit mit 3 Haltestellen als maschinenraumloser Seilaufzug
  • Lastenaufzug im Werkstattbereich mit 2000 kg Tragkraft mit 2 Haltestellen als maschinenraumloser Seilaufzug

Nutzungsspezifische Anlagen:

  • Komplette Druckluftinstallation einschl. Erzeugung
  • Komplette Schweißgasinstallation einschl. Flaschenlager für Sauerstoff, Argon, Stickstoff, Kohlendioxid, Acetylen, Mischgas M21 mit Mischgas-Generator
  • Gewerbe-Küchenausstattung für Catering mit Spülmaschinen, Spüleinrichtungen, Kühlgeräten, Gastro-Kaffeemaschine, Speisen-Warmhaltung, Möbel, Regale und sonstigem Zubehör
  • Ausstattung Teeküchen

Gebäudeleittechnik:

  • Aufbau einer Gebäudeleittechnik für alle automatisierten Komponenten (Heizung, Sanitär, Lüftung, Druckluft, Prozesslüftung, Sonnenschutz, etc.)
  • Ca. 950 Datenpunkte, 6 Informationsschwerpunkte (ISP)
  • Zentrale GLT-Arbeitsplatz
  • Technische Anlagen in Außenanlagen:
  • Schmutzwasserleitungen, Fettabscheider NG 4, Gasleitung, Trinkwasserleitung
  • Flachdachentwässerung (Regen- und Notentwässerung), Einbindung Freiflächenentwässerung, Stauraumkanal DN 1000 mit 2 Revisions- / Sickerschächten DN 2000
  • Versickerung über Rigolen nach DWA A 138 mit Vorreinigung (Sedimentationsanlagen, Nachweis nach DWA M 153), inklusive hydraulischer Berechnungen,  Überflutungsnachweise
  • Erstellung der Antragsunterlagen für die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis bei der unteren Wasserbehörde
  • Kabelzugschächte in Betonbauweise
  • Straßen- und Parkplatzbeleuchtung mit 4 bzw. 6 m Hohen LES Mastleuchten

IPT
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Büroleiter: Dipl. Ing. (BA) Marcel Zieger

Partner:
Duschl Ingenieure GmbH & Co KG
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